Nicht vergessen

​Fällt Zauber Dir ins Herz
und spielen die Gefährten
in den fremden Wipfeln freudig auf.
Weist das Leuchten gelber Gräser,
das Funkeln des Tasmanischen Meers,
der Rücken dieses wilden Bergs
Dir den Weg.
Und bist du unter der Mittagssonne
schwerbeladen ganz Muskelkraft,
am Abend tief gebeugt über Essen
und dem Blatt Papier.

Was willst du mehr?

Erinnere Dich der vielen freundlichen Gesichter,
der Worte der Hilfe, der Warnung, der Zuversicht.
Denk’ an die großartigen Gespräche
mit Menschen aus aller Welt.
Welch’ ein Frieden in diesem Leben liegt.

Was durftest Du mehr erhoffen?
Warum so dürr und karg?
Woher der Mangel,
der dich unruhig dursten lässt?

Es ist Tag,
verloren schweift der Blick des Rastsuchenden nach Schatten,
heut’ ruhen,
wissend,
dass er Sie vermisst.

Über den Autor

Lebensringer

Mal Dichter, mal Denker, mal Marketingfuzzi, der am liebsten als radelnder "Lost Boy" auf Abenteuerreisen geht.

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang."

[Rainer Maria Rilke]

1 Kommentar

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  • Phatastisches Bild! Dieses Blau, das sich im Hintergrund ausbreitet, wie Sehnsucht, wie Fernweh oder Seinweh oder Frauenweh?
    Antwort: Blau wie die Blume und ein Ozean.

    Das Gedicht dazu, lässt mich erahnen, dass doch mindestens einen Gott gibt.

Von Lebensringer

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