Eine Liebeserklärung für Dummies

Wohin mit den Worten, die ich finde, um meine Liebe zu gebären? Nur an dich kann ich sie richten, du mit dem sanften Blick, ein Meer, das mich umspülend umarmt und mein inneres Gefüge schier taumeln lässt.

So stehe ich vor dir, ein Meerestaucher, der nackt, entblößt und doch ohne Scham, ein Anderer sein darf. Dies danke ich dir und spreche, mich erinnernd, den Moment unserer ersten Begegnung, von Pfaden geteilter Hoffnungen – unsere Brücke, die seither Tage, Monate, Jahre überdauert, standhielt auch den raueren Zeiten.

Diese Brücke festigen wir heute, veredeln sie mit unserem Geschick, so dass sie uns auch in Zukunft verbinde, jede Seite für sich und doch nicht ohne die Andere, das Geheimnis, das ich Liebe nenne. Anbefohlen ihrem Schutz, dass bekenne ich vor dir, will ich ihr Wächter und Baumeister sein.

Und auch wenn ich bloß ein Mensch bin – auf dein Befinden werde ich hören, deine Glückseligkeit ist meine Herzenssache.

Über den Autor

Lebensringer
Lebensringer

Mal Dichter, mal Denker, mal Marketingfuzzi, der am liebsten als radelnder "Lost Boy" auf Abenteuerreisen geht.

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang."

[Rainer Maria Rilke]

2 Kommentare

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  • gefolgt von einem Urgestein von Selbstmitleid :-)

    Es gibt keine Sterne mehr – wie Blei, wie Blei, die Worte.

    Festgewachsen in den Lauf der Dinge – das stumpfe Brummen des Kraftfahrzeugs am Morgen, doch tiefer, die Blicke, die einen im Vorbeischweifen durchdringen und keine Spuren mehr hinterlassen. Sie wissen nichts, Sie ahnen nicht, sind unschuldig und so stehe ich da, leer gelaufen, fahl und ohne Stirn – ich habe dieser Welt nichts entgegenzusetzen, außer zwei Schlüssel zu einem vergangenen Leben, Krallen eingefleischt im Raum zwischen Türen und dem Herzen. Er weint, immerzu, denn ich wollte, ich sagte „ja!“. In dieses „Ja“ fiel ich. Doch ist es eine Wüste, sie lässt mich nicht mehr los und ihre Stürme singen immerfort im gleichen Chor „Du, du hast es bekannt!“ Dieser glühende Strahl von Worten, den ich einst sprach, schwor bei meinem Herzen, ist verraten, ist verkauft.

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