Goldschürfer im Coromandel

Des Nachts entblößt auf feuchter Wiese,
die Füße feurig vom langen Tag,
umkreist der Blick die Himmelsbahnen
und weiß doch kaum fortan zu ahnen,
welch’ Sternenglück den Atem raubt.

So ist sich selbst der stärkste Mann zu schwach,
zu tragen dieses Himmelsdach
doch kindlich gar will greifen er,
wie Licht zu Licht und wahr,
er macht es gar.

Und als er glaubt zu fassen,
den Sternenstaub zu Händen,
im Coromandel einst erzählt,
ward Staub zu Gold gemacht.

Über den Autor

Lebensringer

Mal Dichter, mal Denker, mal Marketingfuzzi, der am liebsten als radelnder "Lost Boy" auf Abenteuerreisen geht.

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang."

[Rainer Maria Rilke]

Kommentieren

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Von Lebensringer

Beiträge