Am Schicksalsberg

Zusammengeschrumpft,
die Faltung des Menschen Seins,
krönt sich Natur,
strotzend vor unermesslicher Kraft
gen Himmelsthron.

Wie klein du bist
und Demut entlang des Wegs
trotzt in Gesichtern vielerlei Wanderer,
ob des Schauspiels,
dass sich ein jedes Selbst vergessen lässt.

Doch die Wagemutigen unter ihnen
stemmen sich hinauf,
zum Herrscherring,
bibeltreu dem Pfad,
dass die Erde ihnen Untertan.

Und ich?
Ich lächle dem Berg bescheiden zu
und ich bin mir gewiss,
dass mein Platz
nicht auf dem Throne ist.

Über den Autor

Lebensringer
Lebensringer

Mal Dichter, mal Denker, mal Marketingfuzzi, der am liebsten als radelnder "Lost Boy" auf Abenteuerreisen geht.

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang."

[Rainer Maria Rilke]

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