Mit Geist und Buchstaben

In den Nächten fällt Schnee

I

Das Gesagte ging nicht mehr aus dem Kopf. Schlägt Blasen, wird Schaum. Als ob diese Worte herausquellen, über den Kopf wachsen. Immer hallt es im Inneren, trifft sich mit anderen Wörtern, unzählig vielen anderen. Manche kommen von weit her, einige sind sehr nah und heimatlich. Andere aber sind fremd. Scheinen mit sich selbst nicht zurecht zu kommen, erst recht nicht mit anderen. Missionare in...

Acker der Vergessenheit

A
Acker der Vergessenheit

Das Leben nur ein Spiel,
nichts ist übrig geblieben,
der Sinn zerfiel;
Zeit schenkt keinen Schatten mehr,
Bewegung - schneller, reicher, leichter ist das Ziel.
Wovon wir einst noch träumten,
vergessen Zug um Zug.

Das Feld liegt brach,
nur die Fliegen kreisen noch,
faule Früchte zu verspeisen.

Spruch

S

Ein neuer Tag!
Die Sonne leuchtet!
Blauer Himmel …
Ein neues Glück*
In alten Schuh ‘n,
die zu fest geschnürt,
um noch fühlen zu können.

Frühlings Erwachen

F
Frühlings Erwachen - Wales

Wind säuselt leicht in das Ohr,
trägt süße Nachricht vom Süden her.
Winterszeit in die Ferne vertagt,
von neuer Lebensblüte schier verjagt.
Äther – Labsal – frischer Saft,
die Sonne gießet seine Kraft
in bunt erlebend Blumenpracht.

Apfelweisheit

A

Getan das Tagwerk.
Die Ernte ist gesammelt,
frisch und gepresst alle Äpfel.
In durst’gen Kehlen rinnt
aus festen Händen süßer Most
und wiegt milden Sinns diesen Tag.
Über dunklen Hügeln
und überm Tannenhorizont
golden bemalt von der Sonne Licht
Und unter freiem Himmel
für Gotteslohn erkennst Du
unter prasselnden Äpfeln Dich selbst!

Schattendesign

S

Ich bin der Sturm, der durch die Bäume fegt,
dass unter meiner Wucht selbst große Äste brechen.
Ich schaffe Platz, ich räume alles aus dem Weg,
besonders die Zweiglein, die mich stechen.
Und gebe selbst dem Schatten einen neuen Look.
Am Schluss gefällt er den Kindern zum Klettern sehr,
Es klettern selbst die Kleinen mit „Zah’luck“,
hier gilt gleich zweimal das: „Weniger ist mehr!“

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