Treibholz

Wellen schlagen hart aufs Land,
tosend die See sitzt zu Gericht,
was trieb sei zum Ufer gereicht,
ergraute Trümmer,
Scheite, Splitter, Äste,
krepiert im feinen Sand,
Tote nach letztem Gefecht.

Gib Ihnen ein Menschenbild.

Getrieben sind auch wir,
haben Schiffe gebaut,
an sichere Häfen geglaubt,
uns im Navigieren geübt,
die Freiheit der Wahl zelebriert
und sind doch allzu oft gestrandet,
über geschichtete Wellen gebrochen.

Sieh‘ da,
die Knochen, Stummel, Stumpfe,
unverbesserlich,
die Spuren im Sand,
fürs große Spiel geopfert,
gemartert von Macht und Gier.

Ein Vogel singt vom Mast hinab:
Gib‘ acht, die Meere werden rauer.

 

Die Krönung

Rollt der Apfel der Zeit hinauf
zur Meeresgischt über dem Hügelkamm
und erlischt das Taglicht bei Nacht,
wie das Wasser über dem Feuer,
dann sind die Zeiten des Königs ein Kindheitstraum
in die windigen Tiefen der geöffneten Iris hinein.
Und wenn dort das Herz ist getragen,
wie eine Möwe über dem Ozean,
dann ist der wahre König dem Kinde nah.

Unterwegs in den Northlands

Von zwei Meeren befreit,

der Landkörper erobert das Herz,

die nimmersatten Ängste sind besiegt,

zwischen Hügeln und Tälern ist der Hafen gebaut

und aus den immergrünen Wäldern

klingen magische Lieder:

über heilige Bäume, geistvolle Buchten

und das göttliche Meer.