Ein neuer Tag!
Die Sonne leuchtet!
Blauer Himmel …
Ein neues Glück*
In alten Schuh ‘n,
die zu fest geschnürt,
um noch fühlen zu können.
Ein neuer Tag!
Die Sonne leuchtet!
Blauer Himmel …
Ein neues Glück*
In alten Schuh ‘n,
die zu fest geschnürt,
um noch fühlen zu können.
Der Wind säuselt leicht in das Ohr,
trägt süße Nachricht vom Süden her.
Die Winterszeit in die Ferne vertagt,
von neuer Lebensblüte schier verjagt.
Der Äther – Labsal – frischer Saft,
die Sonne gießet seine Kraft
in bunt erlebend Blumenpracht.
Symposion
Die ganz große Feier,
(wer nicht dabei ist,
ist selber schuld;o)
Symphonie in Rot und Gelb,
Millionen bunter Blätter
tanzen mit uns und
die große Zusammenkunft,
zum ganz großen Fressen,
zum ganz großen Saufen,
(Ihr werdet nicht mehr
auf den Beinen laufen!)
Ein Symposion – Schluss mit dem Plagen!
Eine Symphonie in Gelb und Rot;
Herbst, (wie soll ich es anders sagen,)
das heißt: Feiern bis in den Tod!
Getan das Tagwerk.
Die Ernte ist gesammelt,
frisch und gepresst alle Äpfel.
In durst’gen Kehlen rinnt
aus festen Händen süßer Most
und wiegt milden Sinns diesen Tag.
Über dunklen Hügeln
und überm Tannenhorizont
golden bemalt von der Sonne Licht
Und unter freiem Himmel
für Gotteslohn erkennst Du
unter prasselnden Äpfeln Dich selbst!
Ich bin der Sturm, der durch die Bäume fegt,
dass unter meiner Wucht selbst große Äste brechen.
Ich schaffe Platz, ich räume alles aus dem Weg,
besonders die Zweiglein, die mich stechen.
Und gebe selbst dem Schatten einen neuen Look.
Am Schluss gefällt er den Kindern zum Klettern sehr,
Es klettern selbst die Kleinen mit „Zah’luck“,
hier gilt gleich zweimal das: „Weniger ist mehr!“
Meine Lieblingspflanze lässt ihre Kleider fallen.
Ich liebe ihr gelbes Kleid mit roten Spitzen
und mit nichts darunter, als ihrer süssen, braunen Haut.
Sie lässt es langsam zu Boden sinken – und auch die Sonne
geht hinter den Hügeln unter – verführerisch.
Ihre schlanken Formen zeigen sich schwarz-weiß;
ich zeichne sie mit den Händen nach,
greife nach ihren üppigen Früchten,
beisse in sie hinein, sauge sie aus,
halte Sie an ihren einladenden Hüften,
und treibe das Alles ins Nichts,
die Vernunft in die Ekstase…
Hier ist das Sein vereint,
für den kurzen Augenblick der Liebe,
der nach einer Unendlichkeit noch nicht vergessen.
Wohin mit den Worten, die ich finde, um meine Liebe zu gebären? Nur an dich kann ich sie richten, du mit dem sanften Blick, ein Meer, das mich umspülend umarmt und mein inneres Gefüge schier taumeln lässt.
So stehe ich vor dir, ein Meerestaucher, der nackt, entblößt und doch ohne Scham, ein Anderer sein darf. Dies danke ich dir und spreche, mich erinnernd, den Moment unserer ersten Begegnung, von Pfaden geteilter Hoffnungen – unsere Brücke, die seither Tage, Monate, Jahre überdauert, standhielt auch den raueren Zeiten.
Diese Brücke festigen wir heute, veredeln sie mit unserem Geschick, so dass sie uns auch in Zukunft verbinde, jede Seite für sich und doch nicht ohne die Andere, das Geheimnis, das ich Liebe nenne. Anbefohlen ihrem Schutz, dass bekenne ich vor dir, will ich ihr Wächter und Baumeister sein.
Und auch wenn ich bloß ein Mensch bin – auf dein Befinden werde ich hören, deine Glückseligkeit ist meine Herzenssache.
Draußen liegt Schnee, auf dem grünen Klee,
wie es recht kommt heut, in der Winterzeit.
Puderzucker liegt nicht nur auf Dächern weit,
den Wiesen, den Tannen, Sträuchern und Buchen,
sondern auch auf frischgeback‘nen Pfannkuchen.
Dazu schmeckt noch, empor aus Kellern gebracht,
die selbstgepflückten Äpfel zu Apfelmus gemacht.
Der Duft nach voller Frucht und Zimt liegt in der Luft.
Es schmeckt nach süßem Glück aus jedem Apfelstück
und trägt so frisch gemacht des Fuchses Farbenpracht.
Leergeschleckt sind Teller und ging‘s nach Kinderweise,
so gäb‘s von nun an jeden Tag nur diese Lieblingsspeise.
Nun schläft dein Herz,
der Kreislauf kommt zur Ruh‘,
es bleibt ein kalter dumpfer Schmerz,
Du winkst den Abschied aus der Ferne zu.
Lass mich Dich noch einmal ganz fest drücken,
mein Herz fühlt sich so leer und wund,
möchte Dir noch eine Blume pflücken
von bald verschneitem Grund.
Doch verblüht sind schon die roten Rosen,
die grüne Pfefferminze liegt so welk,
verblüht auch die milden Herbstzeitlosen,
ohne Dich ist nichts mehr in der Welt.
So wandre ich ruhelos durch stumme Wälder,
und suche Dich und Dich allein in allem,
und rufe nach Dir bei weiten, kargen Feldern,
doch finden mich nur Blätter, die von Bäumen fallen.
Manchmal, im gefall‘nen Blatt erscheinst Du mir,
dann hauch‘ ich deinen Namen, wie ein Kind,
- bin in Gedanken so voll von Dir -
das im Traume spricht und zu Dir find‘.
Warum bist Du jetzt so ferne nur?
Musstest Du denn wirklich geh‘n?
Mein Herz und das Deine sind derselben Natur;
Ich mag nicht mehr warten aufs Wiedersehn.
Es ziehen die Tage und Wochen dahin,
das Harren nagt und nagt nur deinetweg‘
ich lebe einsam und suche nach dem Sinn,
und denke viel und finde keinen Ausweg.
Ich bin auch dankbar für die Einsamkeit
und für die dunklen, stillen Tage,
es ist ein Schmerz im Herz ganz weit,
dass ich es kaum noch ertrage.
Doch will ich nichts andres tun,
und werde bis zum Unsinn handeln,
ich zerre an ihm, ohne zu ruh’n;
da fängt er an sich zu wandeln!
Der Schmerz beginnt zu schäumen,
und alle Hoffnungen fahren dahin,
wie fallende Blätter von den Bäumen
und Gegenwart wird bald Gewinn!
Nun dringt durch die Kehle ein dunkles Gebrüll
und ich werde enttäuscht vom ewigen Leide
und zu mir kommt das lebendige Gefühl
der süßen, so schmerzlichen Freude.
Fährnis gespiegelter Gedanken,
veräußert an den grauen Asphalt,
zugedeckt mit einem Lacken,
das von Unrat durchtränkt.
Mittendrin im Spiegel
ein Rucksack,
ein Hund
und eine Schale,
die mit leerem Gut aufwartet.
Vor allem aber die wärmende Flasche
von Hand zu Mund gereicht,
die den Gedanken immer voll sein darf.